Sonntag 17. Mai, 18:00 Uhr

Stiftskirche Bücken

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

Eintritt: 15 / 8 EUR

MessiaSASAmbura konfrontiert in einer kompositorischen Neuinterpretation G. F. Händels „Messiah“ mit Elementen der vielfältigen tansanischen Musik. Dabei entsteht Musik voller energetischer Brüche und Überlagerungen – wie zirkuläre, patternartige Rhythmen im Dialog mit Chören aus Händels Oratorium. Auf diese Weise setzt sich MessiaSASAmbura auch mit der Kolonial- und Missionsgeschichte Tansanias künstlerisch auseinander.

Das Andersartige der verarbeiteten Musikstilistiken wird als Chance für einen Dialog begriffen, Spannungen zwischen den unterschiedlichen Ästhetiken werden ausgelotet und bleiben bestehen.

Barock interagiert mit Klangfarben, Formen und Rhythmen außereuropäischer Musikkulturen, von tiefen Querflöten über präpariertes Klavier, ponticello-Streicher und Marimba bis hin zur westafrikanischen Kora, arabischen Oud, Udu Drum, Mbira und Djembe und wird in einen künstlerischen Diskurs gestellt.

Infos zum Vorverkauf:

Der Vorverkauf startet am 1. April 2020.

Mitwirkende

Asambura

Das Asambura-Ensemble interpretiert klassische Musik im Dialog mit außereuropäischen Musikkulturen und entwickelt neue Perspektiven auf das »Eigene«. »Fremde« Klangfarben, Melodien und Rhythmen begegnen europäischer Klassik und zeitgenössischen Klängen – sphärisch, melancholisch und groovig.

Das Asambura-Ensemble (2013 in Hannover gegründet) besteht aus Musikerinnen und Musikern unterschiedlicher Nationali-täten und vereint unterschiedlichste Stilrichtungen. Im bisherigen Fokus stand insbesondere die Auseinandersetzung mit ostafrikanischer Musik. Das Ensemble unternahm hierzu 2015, 2016 und 2018 Probenfahrten nach Tansania. Weitere Einflüsse ergeben sich aus der Beschäftigung mit persischer und arabischer Musik.

Das farbenreiche Instrumentarium reicht von persischer Santur, arabischer Oud, westafrikanischer Kora über Marimba und Udu Drum bis hin zu präpariertem Klavier und entwickelt neuartige Klänge wie »Posaunen-Muezzin« und »Flöten-Percussion«. Die vielseitigen Kompositionen und Neubearbeitungen stammen von Maximilian Guth, der für seine Werke bereits mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhielt.

Asambura deutet das Stimmenwirrwarr der Menschen in der alttestamentarischen Parabel vom »Turmbau zu Babel« um, die das gegenseitige Nichtverstehen des »Anderen« als Folge menschlicher Selbstüberschätzung und Ursache aller Konflikte symbolisch thematisiert. Dieser mythischen und gleichzeitig sehr modernen Erzählung setzt Asambura eine Perspektive der Wertschätzung religiöser und kultureller Vielfalt entgegen, die das »Fremde« bestehen lässt, ohne das »Eigene« aufzugeben.

»Asambura« – ein Anagramm der tansanischen »Usambara«berge mit seinen unendlichen Weiten – steht dafür, über den eigenen Horizont zu blicken.

Veranstaltungen mit Asambura bei den Weserfestspielen:

Sonntag 17. Mai, 18:00 Uhr

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

zur Veranstaltung

Mittwoch 20. Mai, 19:00 Uhr

Öffentliche Probe

exklusive Einblicke in die Vorbereitungen von MessiaSASAmbura

zur Veranstaltung

Donnerstag 21. Mai, 18:00 Uhr

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

zur Veranstaltung

Asambura

Maximilian Guth

Maximilian Guth erhielt ab 2009 Kompositionsunterricht und besuchte Meisterkurse, u.a. bei Prof. Dr. Benjamin Lang, Prof. Christoph Hempel, Prof. Tobias Rokahr, Prof. Maria Baptist, Thierry Blandeau und Annette Schlünz.

Sein Früh-Studium der Musik am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter an der HMTM Hannover (IFF) schloss er 2009 mit Auszeichnung ab. Von 2010 bis 2017 studierte er Lehramt Musik mit dem Hauptfach Komposition sowie Evangelische Theologie in Hannover. Seit Oktober 2017 belegt er den Studiengang Historischer und zeitgenössischer Tonsatz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

Im besonderen Fokus seiner künstlerischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit anderen Musikkulturen und mit dem interreligiösen Dialog.

Maximilian Guth arbeitete bereits mit namhaften Musikern wie u.a. dem ensemble recherche (Freiburg), der Staatskapelle Halle, dem Ensemble Horizonte Detmold, der Sächsischen Bläserphilharmonie und der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford zusammen. Zudem ist er künstlerischer Leiter des internationalen Asambura-Ensembles. (seit 2014) und des Orchesters der Universititätsmedizin Göttingen Camerata Medica (seit 2015).

Veranstaltungen mit Maximilian Guth bei den Weserfestspielen:

Samstag 16. Mai, 18:00 Uhr–Sonntag 17. Mai, 19:00 Uhr

MessiaSASAmbura zum Mitsingen

Händels Oratorium im interkulturellen Mitsingformat

zur Veranstaltung

Sonntag 17. Mai, 18:00 Uhr

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

zur Veranstaltung

Mittwoch 20. Mai, 19:00 Uhr

Öffentliche Probe

exklusive Einblicke in die Vorbereitungen von MessiaSASAmbura

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Donnerstag 21. Mai, 18:00 Uhr

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

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Maximilian Guth

Majka Wiechelt

Majka Wiechelt hat Kirchenmusik in Herford (B-Examen) und Köln (A-Examen) studiert und hat bereits im Studium einen deutlich kantoralen Schwerpunkt in ihrer Arbeit gesetzt. Sie singt Zeit ihres Lebens selber mit großer Begeisterung in diversen Chören und arbeitet seit Beginn ihres Studiums als Stimmbildnerin und Chorleiterin mit Chören verschiedener Altersgruppen, Besetzungen und Niveaus.

Als Stimmbildnerin und Sängerin der Kölner Kantorei (Prof. Volker Hempfling) hat sie den ersten Preis des Internationalen Chorwettbewerbs 1999 in Tolosa/ES miterrungen, und war, ebenfalls als Mitglied und Stimmbildnerin des Ensembles, am Sieg des Frauenchores Cant’Ella (Bine Becker-Beck) beim Deutschen Chorwettbewerb 2018 in Freiburg i.Br. beteiligt.

Majka Wiechelt hat an zahlreichen nationalen und internationalen Festivals und Fortbildungen teilgenommen. Als Dozentin für chorische Stimmbildung war sie u. a. in Bozen/I, Johannisburg/SA, Washington/USA, Bilbao/ES und bei der Dirigier-Meisterklasse des Internationalen Kammerchorwettbewerbs Marktoberdorf/D tätig, sowie bei der Einstudierung und Aufführung der Bachschen Matthäuspassion durch Studierende und Lehrende des Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau/RUS im Frühjahr 2000 (Projekt des deutschen Musikrats und der deutschen Botschaft).

Zur Zeit probt und konzertiert sie regelmäßig mit den Kinderchören und der Jugendkantorei St. Marien Osnabrück, die sie 2010 ins Leben gerufen hat, mit der Cappella Vocale Wuppertal (Kammerchor der Bergischen Musikschule) und als Dozentin der Musik- und Kunstschule Osnabrück mit Schulchorgruppen zweier Grundschulen.

Veranstaltungen mit Majka Wiechelt bei den Weserfestspielen:

Samstag 16. Mai, 18:00 Uhr–Sonntag 17. Mai, 19:00 Uhr

MessiaSASAmbura zum Mitsingen

Händels Oratorium im interkulturellen Mitsingformat

zur Veranstaltung

Sonntag 17. Mai, 18:00 Uhr

MessiaSASAmbura

ein interkulturelles Oratorium nach Händels "Messiah" mit ostafrikanischen Musikelementen

zur Veranstaltung

Majka Wiechelt