Samstag 09. Mai, 19:00 Uhr

St. Blasius Hann. Münden

Wandlungen I

Eröffnungskonzert I der WESERFESTSPIELE: "Missa pro fidelibus defunctis" von Pierre de la Rue (ca. 1460-1518)

Eintritt: 20 / 14 EUR

Mit Samstag, dem 9. Mai, steht der Termin des Eröffnungskonzerts der WESERFESTSPIELE im Spannungsfeld zwischen dem Kriegsgedenken zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und dem festlichen Sonntag »Kantate«, bei dem die Bedeutung der Musik im Mittelpunkt steht. Die Veranstaltung nimmt beide Anlässe bewusst auf und schafft unter dem Titel »Wandlungen« den Brückenschlag von gemeinschaftlichem, mahnendem Erinnern zu einer hoffnungsvollen, fröhlichen Feier des Singens und der Kirchenmusik im Allgemeinen.

Ein zentrales Werk des Konzerts ist die »Missa pro fidelibus defunctis«, das Requiem von Pierre de la Rue (ca. 1460-1518) – ohne jeden Zweifel eines der herausragenden musikalischen Meisterwerke der frühen Neuzeit, das nur selten zur Aufführung kommt. Der Komponist setzt die beeindruckend tiefsten Töne im selben Stück wie die leuchtend hohen Klänge in Korrespondenz zu den Textstellen »Dunkelheit« und »Licht«. Pierre de la Rue führt durch Schatten der Trauer und Streifen hoffnungsvollen Lichts und erzählt so in der traditionellen Form des Requiems, der Totenmesse, ebenso viel über den Tod wie über das Leben selbst.

Ein fein abgestimmtes Licht- und Raumkonzept nimmt die Wandlungen der musikalischen Dramaturgie auf und unterstützt sie auf optischer Ebene. Die Konzertgäste erleben, wie sich die Verdunkelung im Laufe des Konzerts öffnet. Auch die kreisförmige Anordnung von Musiker*innen und Publikum wandelt sich vom intimen Zentrum in die Weite des Kirchenraums.

Infos zum Vorverkauf:

Der Vorverkauf startet am 1. April 2020.

Mitwirkende

Capella de la Torre

Capella de la Torre ist stolz, sich zu den weltweit führenden Ensembles für Bläsermusik der frühen Neuzeit zählen zu dürfen.

Capella wurde im Jahr 2005 von der Oboistin und Schalmeispezialistin Katharina Bäuml gegründet. Seitdem hat das Ensemble sein Publikum in nahezu tausend Konzerten stets aufs Neue begeistert. Hinzu kommen bislang 20 CD- Einspielungen und eine Vielzahl von Live-Mitschnitten. Auf diese Weise hat sich Capella de la Torre umfangreiche Erfahrung in der Musik des 14.-17.Jahrhunderts erspielt.

2016 wurde Capella der ECHO Klassik in der Kategorie „Ensemble des Jahres“ verliehen.2017 erhielt das Ensemble einen weiteren ECHO Klassik für die CD “Da Pacem – Echo der Reformation” zusammen mit dem RIAS Kammerchor. 2018 erhält Capella de la Torre den ersten OPUS Klassik (Nachfolgepreis des ECHO) für die Aufnahme “Serata Venexiana”.

Um die Musik vergangener Jahrhunderte für heutige Ohren lebendig werden zu lassen, finden aktuelle historische und musikwissenschaftliche Erkenntnisse ständig Eingang in die Programme von Capella de la Torre. Dazu gehört besonders die Arbeit mit Quellen und Originaltexten.

Ein besonderes Anliegen des Ensembles ist neben den Konzerten die Arbeit mit einem jungen Publikum, die in einer Vielzahl von Vermittlungsprojekten ihren Ausdruck findet.

Veranstaltungen mit Capella de la Torre bei den Weserfestspielen:

Samstag 09. Mai, 19:00 Uhr

Wandlungen I

Eröffnungskonzert I der WESERFESTSPIELE: "Missa pro fidelibus defunctis" von Pierre de la Rue (ca. 1460-1518)

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Capella de la Torre

Katharina Bäuml

Katharina Bäuml, geboren in München, studierte zunächst moderne Oboe und legte ihr Diplom »mit Auszeichnung« ab. Daneben studierte sie Barockoboe und historische Rohrblattinstrumente an der Schola Cantorum in Basel und schloss auch hier »mit Auszeichnung« ab.

Seitdem spezialisierte sich Katharina Bäuml in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Ihr ganz besonderes Interesse gilt der Bläsermusik des 15.-17. Jahrhunderts. Folgerichtig gründete sie 2005 sie »Capella de la Torre«, das heute wichtigste deutsche Ensemble für Renaissancemusik. Die Gruppe hat bislang 20 CD-Einspielungen vorgelegt, seit 2013 ist sie exklusiv für das Label Sony tätig. 2016 erhielt Katharina Bäuml mit Capella de la Torre den ECHO Klassik als Ensemble des Jahres für die CD »Water Music«.

Katharina Bäuml widmet sich aber nicht nur der Alten Musik, sondern ebenso der zeitgenössischen Musik auf historischen Instrumenten. Seit 2010 entstanden so zahlreiche Kompositionen für das Duo »Mixtura«, u.a. zu hören beim Berliner Festival »Ultraschall«.

Als Leiterin mehrerer Festivals und Konzertreihen initiiert Katharina Bäuml immer wieder Begegnungen zwischen Musik der frühen Neuzeit und Jazz. Zuletzt übernahm sie die Reihe »Musica Ahuse« in der romanischen Klosterkirche Auhausen, in der jährlich renommierte Spitzenensembles der alten Musik auftreten.

Die Musikerin unterrichtet in Berlin und gibt regelmäßig Meisterkurse an den Musikhochschulen in Genf (Schweiz), Hannover und Lübeck.

Veranstaltungen mit Katharina Bäuml bei den Weserfestspielen:

Samstag 09. Mai, 19:00 Uhr

Wandlungen I

Eröffnungskonzert I der WESERFESTSPIELE: "Missa pro fidelibus defunctis" von Pierre de la Rue (ca. 1460-1518)

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Katharina Bäuml